Vorwort

Das Webportal Handbuch Klimakrise versammelt die relevanten Fakten, Zahlen und Argumente rund um die Klimakrise bzw. zur großen Transformation, die unweigerlich kommen wird, kommen muss und in vielerlei Hinsicht schon längst begonnen hat.

Es erscheint im Frühjahr 2020 auch als Book on Demand (BoD), Din A4, ca. 400 Seiten, ca. 39 EUR sowie als E-Book, ca. 10 EUR.

Informationen unterschiedlichster Qualität zur Klimakrise, zum sechsten Massenaussterben und den weiteren hier versammelten Nachhaltigkeits- und Reformthemen gibt es viele im Netz und in Büchern zu finden.

  • Dieses Handbuch bringt die auf tausenden Websites und mittlerweile hunderten Büchern verstreuten Informationen, die man als Nicht-Fachfrau/-mann bei Diskussionen z.B. auf Partys gerne parat hätte, aber allzu oft doch leider nur noch so ungefähr „drauf hat“, in einer Veröffentlichung zusammen.

  • Alles hängt mit allem zusammen. Daher muss dieses Projekt letztlich uferlos sein – versucht aber dennoch, sich auf das Wesentliche zu fokussieren. Umgekehrt kann Vollständigkeit nicht erwartet werden.  

  • Was hingegen erwartet werden kann, ist seriöse Recherche auf einer profunden wissenschaftlichen Basis. Diese kann ich als Geisteswissenschaftler – der einst in Musikwissenschaft promovierte und sich seit rund fünf Jahren intensiv durch die Klima- und Nachhaltigkeitsliteratur arbeitet, definitiv bieten.

    Ich sehe mich als unabhängig. Ich bin offen und äußerst neugierig, bin politisch eher links der Mitte verortet aber keiner Partei besonders nahe stehend. Unwissenschaftliche Positionen à la Verschwörungstheorien haben hier selbstredend keinen Platz. Ich verdiene mein Geld ausschließlich über meine Musik und meine Arbeit als freier Dozent im Bereich systematische Musikwissenschaft (vgl. unten „Transparenz durch Offenlegung“). Als Quellenbelege ziehe ich in ca. 95% der Fälle Quellen mit mindestens Spiegel-Niveau heran. Der Beleg per Wikipedia ist die absolute Ausnahme – und wird nach und nach ganz aus dem Projekt verschwinden.        

  • Somit richtet sich das Projekt allgemeinverständlich an Bürger*innen ohne Spezialkenntnisse der einzelnen Bereiche. Es ist weniger ein Lesebuch als eine Handreichung, die schnellen Zugriff auf Fragen zu den einzelnen Themen bietet.


Das Projekt „Handbuch Klimakrise“ schließt des Weiteren auch deshalb eine große Lücke, weil es diese größte Herausforderung der Menschheit von allen möglichen Seiten, aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet:

  • Klimawissenschaftler*innen analysieren die naturwissenschaftliche Seite,
  • Biolog*innen das eng mit der Klimakrise verknüpfte sechste Aussterben,
  • Soziolog*innen die gesellschaftlichen, gruppendynamischen Prozesse,
  • Psycholog*innen z.B. die Hilflosigkeit angesichts dieser Krise,
  • Jurist*innen versuchen global, Klimaschutz einzuklagen etc. pp.

Das Handbuch Klimakrise bringt all diese Perspektiven ganzheitlich zusammen – und zeigt durch die vielen letztlich alle miteinander verwobenen Facetten der Herausforderung umso dringlicher, dass der durchaus lösbaren Klimakrise nunmehr umgehend mit tiefgreifenden, teils disruptiven Maßnahmen, mit zügigen umfassenden Reformen sowie mit einem klaren Weniger zu begegnen ist.

Wir Erwachsenen sind letztlich alle Entscheider*innen: Wir haben diesen Planeten nur geliehen – von unseren Kindern und Enkel*innen. Es ist unsere Pflicht, von unserem hohen Ross namens Bequemlichkeit/Verdrängung herunterzusteigen und alles und wirklich alles zu unternehmen, um die Zivilisation und zumindest einen grundlegenden Wohlstand für die Kinder und Kindeskinder dieser Welt – der ganzen Welt – zu retten.



Transparenz durch Offenlegung

Marc Pendzich

> bezieht sein Einkommen ausschließlich aus seinen Tätigkeiten rund um die Musik, d.h. als Musiker, als Autor und als freier Dozent. Er hat weder einen Sponsor, einen Mäzen noch ist er mit einem auf dieser Website relevanten oder verlinkten Nicht-Musik-Unternehmen persönlich oder geschäftlich verbunden.      

> Weder seine Familie noch er selbst erhalten im Zusammenhang mit diesem Webportal bzw. dessen Nicht-Musik-Themen derzeit oder für die Zukunft vereinbart bzw. in Aussicht gestellt irgendwelche Gelder oder andere Zuwendungen.   

> ist über sein Musiklabel vadaboéMusic Mitglied des Zukunftrats Hamburg und dort ehrenamtlich im Arbeitskreis ‚Klimakrise Hamburg‘ tätig.  

> ist Mitglied des Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) und Autofrei leben! e.V. sowie Fördermitglied von Greenpeace e.V.  und der Deutschen Umwelthilfe e.V. (DUH).

> verzichtet gemäß der Statuten von Autofrei Leben! e.V. verbindlich auf einen eigenen Pkw und nutzt ein ihm ggf. zugängliches Auto nur im dringenden Ausnahmefall.


Für viele Menschen ist es enorm offenbar wichtig, dass Politiker*innen und die Greta Thunbergs dieser Welt nie und niemals Wasser predigen und doch Wein trinken. Diesen Menschen möchte ich entgegenhalten, dass Fakten, Daten und Argumente nicht wahrer oder falscher werden, gleich aus welchem Mund sie kommen und wie sich die sprechende Person persönlich verhält.


Nun, dieses sog. „Argumentum ad hominem“ ist offensichtlich ein dem Menschen regelrecht eingepflanztes Reaktionsmuster, dass natürlich nicht durch das Verfassen des vorherigen Absatzes verschwinden wird. Daher möchte ich an dieser Stelle anmerken, dass ich tatsächlich und ausnahmslos nicht fliege, als Städter niemals ein Auto besessen habe und Autos nur in dringenden Ausnahmefällen benutze, vegetarisch lebe („alles was keine Augen hat“), Milchprodukte i.d.R. Bio kaufe, keine Erdbeeren im November esse, kein Smartphone habe, persönlich eine jährliche CO₂-Bilanz von 5,05t habe (Durchschnitt in D = 11,6t), Ökostrom beziehe, mein Konto bei einer Ökobank habe und Palm-frei lebe. Das alles fällt mir leicht – mit Askese hat das nichts zu tun: Ich lebe ein einfaches Keep-it-simple-Leben und genieße meinen auf diese Weise möglichen Zeitwohlstand: Liebe(r) Leser*in: Die härteste Währung der Welt ist nicht Geld, sondern Zeit.

Manche Leser*innen mögen mich nun angeberisch finden. Wegen des merkwürdigen und allgegenwärtigen „Argumentum ad hominem“ aber möglicherweise auch glaubwürdiger.


Doch machen wir uns nichts vor: Es ist zwar gut und richtig, seine CO₂-Emissionen in den Griff zu bekommen und vor allem das Fliegen zu unterlassen. Das hat auch Ausstrahlung auf unsere soziale Umgebung zu tun: Wir dienen uns alle als gegenseitige Rechtfertigung für unser Handeln. Prima also, wenn Ihr Euch umwelt-/klimabewusst verhaltet – aber überfordert Euch damit nicht: Wichtiger als Teebeutel korrekt zu kompostieren ist – aufs Ganze gesehen -, daran mitzuwirken, dass die Politik eine andere wird. Das ist der große Hebel. Ohne eine andere Politik werden wir es nicht schaffen.

Ergo: Das Leben wie wir es kannten, ist vorbei. Viele von uns haben es nur noch nicht gemerkt. Lasst uns schon mal losgehen. (Das birgt aufgrund der Selbstwirksamkeit auch depressiven Gefühlen angesichts der desolaten Weltlage vor!).

Wir – als Einzelperson und als Menschheit – haben die Wahl, wie wir mit der Klimakrise und dem sechsten Massenaussterben umgehen: by design or by disaster.

Marc Pendzich.



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