Unhaltbarer Lebensstil in Deutschland


Klimakrise:

Wir sind Erde – und haben unseren Lebensstil grundlegend zu ändern. Zumindest, wenn wir die ganz große Katastrophe noch verhindern möchten.

Grundlegend: Es gibt kein Recht auf

  • Überfluss,
  • Recht auf Verschmutzung oder Umweltschädigung,
  • subventioniertes Fliegen und auch keines auf
  • billiges Tierquäl-Antibiotika-Resistenzen-erzeugendes minderwertiges Fleisch.

Und, jawohl, auch wenn es schmerzt:
Es gibt kein Recht auf FreieFahrtFürFreieBürger – es gibt lediglich ein Recht auf Teilhabe und allgemein gefasst auf Mobilität, um eben am sozialen Leben teilhaben zu können.

Problematisch ist, wie derzeit Überfluss- und Wohlstandsgesellschaft i.d.R. gleichgesetzt bzw. als gleichbedeutend verstanden werden.

M.E. müssen wir den Überfluss, der uns nie zugestanden hat, loslassen, um die Chance zu wahren, einen grundlegenden Wohlstand zu erhalten.

>> in diesem Sinne s.a. Paech, Niko (2012): Befreiung vom Überfluss. Auf dem Weg in die Postwachstumsökonomie. oekom.

Der deutsche Kabarettist Hagen Rether bringt es gewohnt gekonnt auf den Punkt:

  • „Fleischessen und Urlaubsflüge haben doch nichts mehr mit persönlicher Freiheit zu tun. Wir dürfen nicht die Freiheit haben, die Welt zu ruinieren, Millionen Menschen verhungern zu lassen und 21 Hühner pro Quadratmeter zu halten. Hier geht’s längst nicht mehr um persönliche Freiheit. Hier geht’s um die Wurst. Das sind doch Straftaten. Das muss man per Gesetz regeln. Vernünftige Dinge machen die Menschen nicht freiwillig. Kein Mensch zahlt freiwillig Steuern, damit das Gemeinwesen erhalten bleibt.“

>> Quelle: Hagen Rether zitiert in: Bonner, Stefan u. Weiss, Anne (2017): Planet planlos. Sind wir zu doof die Welt zu retten? München: Knaur, S. 297.



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