Klimakrisen-Folgen zu Lebzeiten der derzeitigen Entscheidergeneration – in Deutschland

Bei diesem Themenbereich vermeide ich gewöhnlich bewusst die Nennung von Durchschnittswerten:

  • Menschen neigen dazu, innerlich die genannte Gradzahl auf die typischen Sommertemperaturen – auf ihre alltäglichen „Erfahrungswerte“ – draufzuschlagen und sind dann: eher beruhigt.


Dabei besteht definitiv kein Grund zur Beruhigung:

Klimaforscherin Friederike Otto dazu:

  • „Um es zugespitzt auszudrücken:
    Die veränderte globale Mitteltemperatur bringt niemanden um. Jedenfalls nicht direkt.
    Wohl aber durch ihren Einfluss auf das Wetter.“
    (2019, 29)


Durchschnittstemperaturen verschweigen, dass mit zunehmender (Wärme-)Energie eine höhere Neigung zu stärkeren Extremwetterereignissen besteht, u.a. zu mehr, längeren und wärmeren Hitzewellen, aber auch zu Extremniederschlägen:

  • Der Sommer 2018 war eine leise Andeutung dessen, was auf uns zukommt mit dem Zeithorizont 2050, also zu einer Zeit, in die derzeitigen Entscheidergenerationen der Jahrgänge 1960 und jünger noch durchaus präsent sein werden – und Temperaturen aushalten werden müssen, an die sie sich im Laufe ihres Lebens nicht gewöhnt hatten und die sie als dann ältere/alte Menschen umso schlechter vertragen werden können.

  • Dies gilt übrigens auch, wenn wir sofort global quasi sämtliche CO₂-Emissionen unterbinden würden. Dieser Zug ist bereits abgefahren.


  • Auf andere Weise verdeutlicht eine Studie der ETH Zürich, die für diverse Städte/Regionen Deutschlands und der Welt unter der Annahme „einer eher konservativen Entwicklung der CO₂-Emissionen“ die für 2050 zu erwartenden Veränderungen zeigt (s.a. Urban Heat Islands etwas weiter unten):

    Herausgegriffen:
    „Ort (Erhöhung der Durchschnittstemperatur im wärmsten Monat) >> 2050 Klima wie in… in 2018″:
    • Berlin (+6,1° Celsius) >> Canberra
    • Hamburg (+5,4°) >> San Marino
    • München (+4,6°) >> Mailand
      • Amsterdam (+3,4°) >> Paris | Barcelona (+3,4°) >> Adelaide | Edinburgh (+4,3°) >> Paris | Kopenhagen (+5,0°) >> Paris | Marseille (+5,2°) >> Algier | Stockholm (+5,9°) >> Budapest (n.n. 2019)

Details

>> weitere Beispiele im Spiegel.

>> In der nachfolgenden Quelle sind bereits erfolgte Veränderungen und Ihre Folgen in Städten/Regionen nachzulesen: Kayser-Bril, Nicolas u. Wallentin, Leonard (2019): „Interaktive Karte zur Erderwärmung: So stark trifft der Klimawandel Ihren Ort“. in: Der Spiegel, 24.9.2018, online unter https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/klimawandel-wetter-analyse-fuer-ueber-500-staedte-in-europa-a-1224569.html (Abrufdatum 12.7.2019)


Dazu ist festzuhalten:

„Im sog. „Jahrhundertsommer“ 2003 sind europaweit 70.000 Menschen an den Folgen der Hitze gestorben“ (Rahmstorf/Schellnhuber 2018, 69).


Im Einklang mit diesem Zitat statuiert die EuroHEAT-Studie:

  • „In der europaweiten EuroHEAT-Studie zu den Auswirkungen von Hitzewellen auf die Mortalität in Großstädten wurden während Hitzewellen Werte der Übersterblichkeit zwischen 7,6 und 33,6%, in extremen Einzelfällen auch über 50% gefunden…“ (Brasseur et al 2017, 139)


Die Klimaforscherin Friederike Otto dazu:

  • „Die Bestattungsinstitute in Paris waren so überfüllt, dass auf dem Großmarkt Rungis ein Kühllager für Lebensmittel zur Leichenhalle umgewidmet wurde.“ (Otto 2019, 103)

  • Berlin im Sommer 2018 = 490 Hitzetote (laut Robert-Koch-Institut, vgl. Evers 2019, 98)


Machen wir uns klar:

Hitze kann man nicht wirklich ausweichen.
Da helfen letztlich auch keine Klimaanlagen:
irgendwann muss man mal raus.


Logischerweise haben sich in Deutschland im Sommer 2018 die Verkäufe von Klimaanlagen deutlich erhöht:

  • „‚Mit jeder Hitzewelle entscheiden sich mehr Menschen zum Kauf‘, sagt Energieexpertin Tanja Kenkmann“. Und „Energietechnologieexperte John Dulac von der Internationalen Energieagentur (IEA) sagt: ‚Viele Deutsche arbeiten heute in klimatisierten Büros und fahren klimatisierte Autos – so wollen sie diese Temperaturen auch zu Hause.'“ (n.n. 2018)


Die Welt gibt nunmehr Tipps, wie man für seinen Haushalt die richtige Klimaanlage findet (29.7.2019). Eine Boulevardzeitung fordert im Juli 2019 konkreten Klimaschutz unter der Überschrift „Tödliche Gluthitze in den Altenheimen“: „Schützt endlich unsere Omis und Opis mit Klimaanlagen“, so gesehen auf Seite 1 der Bild am 27.7.2019).

  • Da beißt sich die Katze in den Schwanz: Höhere Temperaturen führen zu mehr Klimageräten führen zu höherem Stromverbrauch führt in der fossilen Welt zu mehr CO₂ und damit zu höheren Temperaturen.
  • Hinzu kommen die bislang i.d.R. klimaschädlichen Kühlflüssigkeiten in der Klimanlage, die durch Beschädigung oder nicht fachgerechter Entsorgung in die Atmosphäre gelangen können – also realistisch betrachtet viel zu oft tatsächlich in die Atmosphäre gelangen.

Es gibt funktionierende Alternativen, die sich aber bislang nicht durchgesetzt haben, vgl. Hoferichter, Andrea (2019): „Klimaanlagen sind Klimakiller“. in: Süddeutsche Zeitung, 9.9.2019, online unter https://www.sueddeutsche.de/wissen/klimaanlage-energieverbrauch-kuehlmittel-1.4589436 (Abrufdatum 9.9.2019)


Interessant: „China und Südkorea beschlossen, öffentliche und staatliche Gebäude nie auf weniger als 26 Grad zu kühlen.“ (n.n. 2018)

Quellen des einleitenden Abschnitts

>> Brasseur, Guy et al. (Hg.) (2017): Klimawandel in Deutschland. Entwicklung, Folgen, Risiken und Perspektiven. Springer Open. Auch als kostenfreies E-Book verfügbar:      
https://play.google.com/books/reader?id=KNhCDwAAQBAJ&hl=de&pg=GBS.PA24 (Abrufdatum 19.12.2018)

>> Evers, Marco (2019): „‚Jeder kann etwas ändern‘: Hitzetote, Hungernde, Flutopfer – die Epidemiologin Sabrin Gabrysch warnt vor drastischen Auswirkungen der Erderwärmung. Aber noch könne die Menschheit umsteuern.“ in: Der Spiegel, Nr. 32/3.8.2019, S. 98, beruft sich auf eine Schätzung des Robert-Koch-Instituts.

>> n.n. (2018): „Absatz von Klimageräten: Supersommer für die Kältebranche“. in: Der Spiegel, 10.8.2018, online unter: https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/sommerhitze-klimageraetehersteller-erwarten-rekordverkaeufe-a-1222506.html (Abrufdatum 4.6.2019)

>> n.n. (2019): „Klimawandel-Prognose: Berlin so heiß wie Australien, Madrids Sommer wie in Marrakesch“. in: Der Spiegel, 14.7.2019, online unter https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/klimaprognose-berlin-so-heiss-wie-australien-madrids-sommer-wie-in-marrakech-a-1276922.html (Abrufdatum 14.7.2019)

>> Otto, Friederike (2019): Wütendes Wetter. Auf der Suche nach den Schuldigen für Hitzewellen Hochwasser und Stürme. Ullstein.

>> Rahmstorf, Stefan u. Schellnhuber, Hans-Joachim (2018): Der Klimawandel. Diagnose, Prognose, Therapie. München: Beck. 8., vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage.


Die konkreten Folgen der Klimakrise in Deutschland für die derzeitige Entscheidergeneration:

Dazu seien hier einige Fakten aus dem 350-seitigen Ergänzungsbericht Klimawandel in Deutschland. Entwicklung, Folgen, Risiken und Perspektiven (Brasseur et al. 2017) zum fünften Sachstandbericht des Weltklimarates (IPCC) zusammenfassend herausgegriffen.

Meist wird der Zeithorizont 2100 gewählt, aber von alledem wird – wie auch schon jetzt – auch 2050, zu Lebzeiten der derzeitigen Entscheidergenerationen, schon eine Menge zu spüren sein – alles andere betrifft die jetzigen Kinder und Kindeskinder:


Abnahme der Frosttage:
Man geht bei einer „gemäßigten Entwicklung der atmosphärischen Treibhausgaskonzentrationen … davon aus…, dass die Zahl der Frosttage im Vergleich zum Bezugszeitraum 1971–2000 bis zum Ende des 21. Jahrhunderts abnehmen wird: um voraussichtlich rund 30 Tage pro Jahr im nordwestdeutschen Bereich und um bis zu 50 Tage pro Jahr in der Alpenregion. Für den Fall eines hohen Treibhausgasausstoßes … ergeben sich sogar Werte zwischen 40 und 70 Tagen pro Jahr.“ (Brasseur et al 2017, 51).

  • Erinnert sei dazu, dass 30 Tage ein Monat sind und somit vom Frostwinter im nördlichen Deutschland eigentlich nichts übrig bleibt.


Friederike Otto hebt hervor, dass das Ausbleiben von Kältewelle – gefühlt ein Nicht-Ereignis – es kaum in die Schlagzeilen schafft:

  • „Über Kälte wird nur dann gesprochen, wenn es dann doch mal richtig kalt wird. Dabei sollte man es viel stärker thematisieren, dass unsere Winter aufgrund des Klimawandels immer milder und Frosttage zunehmend selten werden. … Wenn es allerdings einen ganzen Winter lang keinen Frost gibt, hat das gravierende Konsequenzen. Die machen sich nicht nur durch vermehrte Mückenstiche … bemerkbar… Auch Parasiten treten häufiger auf, die Nutztieren und Getreide, Obst und Gemüse zusetzen – um sie in Schach zu halten, kippen die Bäuer*innen dann umso mehr Pestizide auf die Felder und Äcker. Ein weiteres Problem: Viele Nutzpflanzen sind darauf programmiert, nach dem Frost zu knospen und zu blühen. Oder, wenn es keinen Frost gibt, eben nicht.“ (2019, 107-108)


Hitzewellen und Tropennächte:
Die Häufigkeit von „gemäßigten Hitzewellen“ steigt bei einem mittleren Szenario „bis zum Ende des 21. Jahrhunderts in Deutschland weitverbreitet um das 6- bis 18-fache an. In der Alpenregion könnte die Zunahme sogar noch größer ausfallen.

  • Zudem ist davon auszugehen, dass auch die Intensität von Hitzewellen in Mitteleuropa zukünftig deutlich zunehmen wird.“ (Brasseur et al 2017, 52).

  • Die Autoren ergänzen, dass die deutlich vermehrt auftretenden sog. Tropennächte aus medizinischer Sicht besonders relevant seien (vgl. ebd., 51). Dies gelte erst Recht für „Städte[, die auch heute schon] bis zu 10 °C wärmer als ihre Umgebung sein können“ (ebd. 139), sodass man von Urban Heat Islands (vgl. ebd., 226) spricht.

  • Die derzeit übliche extreme Nachverdichtung der Städte wirkt hier stark problemverschärfend (vgl. Pendzich 2019, 20).


Die Attribution Science konstatiert für die oben beschriebene 70.000-Opfer verursachenden Hitzewelle von 2003 (!) bereits eine Verdopplung der Wahrscheinlichkeit eines solchen Ereignisses in Europa.

  • „Sommer wie diese – sie sind gekommen um zu bleiben“. (Otto 2019, 130).


Höhere Temperaturen sind mehr als ‚mehr Wärme‘:

  • „Die Überwärmung des urbanen Bodens kann für Stadtbewohner … negativ sein,… weil es durch die höhere Temperatur in einer Vermehrung hygienisch relevanter Mikroorganismen kommen kann, wodurch die Qualität des Trinkwassers herabgesetzt wird.“ (Brasseur et al. 2017, 226)

  • „Die gesundheitlichen Risiken von thermischen Belastungen können [gerade in Städten] durch eine verringerte Luftgüte bei erhöhten Konzentrationen von Stickoxiden, Ozon und Feinstaub verstärkt werden.“ (ebd., 139)


Gesundheit:

Hinzu kommt die zunehmende Verbreitung von Krankheiten, die temperaturbedingt in der Vergangenheit nur weiter südlich vorkamen. (vgl. n.n. 2019a)


Neben der zunehmenden Gefahr von Allergien

…sind Zecken, die Borreliose und Hirnhautentzündung/FSME verursachen können, das prominenteste Beispiel:

  • „Die Verbreitung der Zecken nach Norden wird durch die globale Erwärmung und die milden Winter begünstigt.“ (n.n. 2019b)
  • „Vergleicht man die durchschnittlichen FSME-Inzidenzen der Zeiträume 1974/1983 und 1994/2003 in den 10 wichtigsten FSME-Ländern so stellt man eine Steigerung auf 411% fest.“ (n.n. 2019c)
  • Im Juni 2019 schrieb die Zeit: „Tropische Zeckenart überwintert erstmals in Deutschland: Nach dem Fund von sechs Exemplaren halten es Wissenschaftler für möglich, dass sich die [fast zwei Zentimeter große] Hyalomma-Zecke in Deutschland ansiedelt. Die Art überträgt ein gefährliches Virus…[, dass das] Krim-Kongo-Hämorrhagische-Fieber verursacht. Diese Viruskrankheit ist die am weitesten verbreitete Viruskrankheit des Menschen, die durch Zecken übertragen wird. Zehn bis 40 Prozent der Erkrankungen enden tödlich, einen Impfstoff gibt es bisher nicht.“ (n.n. 2019d)

    Eher unangenehm:

    • „Anders als europäische Zecken jagt die Hyalomma-Zecke aktiv und kann Warmblüter über mehrere hundert Meter verfolgen.“ (ebd.) (s.a. auch Schumann 2018)


Auch invasive (=eingewanderte) tropische Mücken siedeln sich zunehmend an:

  • „Um sich mit dem Dengue-Virus, dem Zika-Virus oder dem Chikungunya-Virus zu infizieren, muss man längst nicht mehr in die Tropen reisen… ‚Der Sommer 2018 brachte nicht nur eine Hitzewelle mit sich – sondern auch neue Krankheiten‘, sagt Renke Lühken, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg. So konnte 2018 erstmals die Übertragung des Westnil-Virus, das für das sogenannte Westnil-Fieber verantwortlich ist, nachgewiesen werden.“ (n.n.2019e)


Beim Webportal Mückenatlas.com kann man mittels einer interaktiven Karten die Ausbreitung der asiatischen Buschmücke zwischen 2012 und 2016 sehen (hier – etwas runterscrollen, rechts kleine Karte anklicken.) (n.n. 2019f)



Zusammenfassend formuliert laut Spiegel eine britische Medizin-Fachzeitschrift:

  • „Der Klimawandel ist die größte Bedrohung für die globale Gesundheit des 21. Jahrhunderts.“ (zit. in Evers 2019, 98)


Die Inhaberin des einzigen Lehrstuhls für Klimawandel und Gesundheit in Deutschland, die Epidemiologin Sabine Gabrysch, bestätigt diese Aussage und führt aus:

  • „Leider ist die Schwere dieser Diagnose noch nicht richtig verstanden worden in der Gesellschaft. Die Klimakrise ist ein Thema, dass erste Priorität haben muss. Wir haben es hier nicht mit einer leichten Grippe zu tun…, sonder mit einem planetaren medizinischen Notfall.“ (Evers 2019, 98)


Die medizinische Fachzeitschrift The Lancet hebt im Herbst 2019 gemeinsam mit 120 Wissenschaftlern von 35 Institutionen hervor, dass insbesondere die Gesundheit von Kindern durch die Gefahren, die mit den steigenden Temperaturen der Klimakrise einhergehen, gefährdet ist,

  • „weil sich ihr Körper und ihr Immunsystem noch in der Entwicklung befinden“. Es fallen dann die Stichwörter Vibrio-Bakterien, Cholera, Dengue, West-Nil-Virus, Unterernährung inkl. geschwächtes Immunsystem, Luftverschmutzung inkl. Asthma, Allergien und, wenig überraschend: Hitze:

    „Wenn es nicht gelingt, die Klimakrise zu stoppen, wird ein Kind, das heute zur Welt kommt, an seinem 71. Geburtstag in einer Welt leben, die durchschnittlich vier Grad wärmer ist als heute.“ (Baier 2019, vgl. auch Weber 2019)


Hitzestress der Fauna:

Nicht nur für Menschen ist die Einschleppung von Viren, Bakterien, Pilze, Schädlinge, Parasiten etc. von Bedeutung. Man denke hier im Bereich der Flora an den Borkenkäfer.

  • „Durch den Klimawandel werden aber häufiger dem Borkenkäfer zuträgliche Temperaturen (> 18 °C) erreicht. Je länger die Sommerperiode ist, desto mehr Generationen können sich pro Jahr entwickeln. In natürlichen Fichtenwäldern in borealen Zonen oder im Gebirge, kann der Buchdrucker oft nur eine Generation anlegen. Ein warmes Frühjahr mit Temperaturen über 18 °C und ein warmer Herbst können bis zu drei Generationen pro Jahr erzielen, was zur massenhaften Verbreitung [und Ausbreitung] der Buchdrucker führt… Zudem verursachen extreme Witterungen, dass Bäume verstärkt durch Sonnenbrand, Windwurf und Stress durch Wassermangel geschwächt werden. Solche Bäume werden dann auch leichter vom Borkenkäfer befallen.“ (Greenpeace, n.n.2019g)

Flucht in den Humor:
Loriot: die Steinlaus
www.youtube.com/watch?v=6ehcytFUV38
(Abrufdatum 25.7.2019)

Monokulturen begünstigen den Befall.

Borkenkäfer brauchen für einen Baum sechs bis acht Wochen (vgl. Köppe 2019) – dann ziehen sie weiter. Mir persönlich drängt sich da das Bild von Loriots Steinlaus auf – nur geht es halt nicht um Beton.

Aber das Bild von toten kahlen Bäumen, dass sich mir im Harz des Jahres 2019 im Unterschied zum Vorjahr geboten hat, ist schon beeindruckend – um nicht zu sagen: schockierend.

Tipp/Hinweis

Das Ganze kann man sich auch auf einer interaktiven Karte namen „Global Forest Change“ anschauen, hier herausgegriffen das Beispiel Harz (wenn Sie nicht wissen, wo Sie sind, mal rechts den Haken“ von „Data Products“ wegklicken oder darunter den Transparent-Layer-Schiebebutton verschieben. Sie können sich auf dieser Karte jeden Wald der Welt anschauen, oder auch Ihre unmittelbare Umgebung: http://earthenginepartners.appspot.com/science-2013-global-forest (Abrufdatum 27.7.2019)

„Waldsterben 2.0“

So nennt der Förster und Vorsitzende des Bundes Deutscher Forstleute (BDF), Ulrich Dohle, das, was zurzeit in Wäldern Deutschlands abgeht: Mittlerweile ist übereinstimmend von einem erneuten, schon begonnenen Waldsterben die Rede, denn auch abseits von den Borkenkäfer-Opfern Fichten gibt es z.B. von Pilzen befallene Eschen. „[E]ine ähnliche Entwicklung zeichnet sich bei Ahorn ab“ (Köppe 2019). Das Hauptproblem sei vor allem die Trockenheit – im zweiten Jahr in Folge.

Auch die eigentlich widerstandsfähige Buche sei von Waldschäden betroffen (ebd.), was ein gewaltiges potenzielles Problem darstellt, weil die Buche einer der wichtigsten und weitbverbreitetsten Baumarten Deutschlands ist.


Forstwissenschaftler Jörg Ewald dazu:

  • „Die Buchen sind stark geschädigt und das ist wirklich beunruhigend, denn die Buche gilt eigentlich als eine robuste, gut an unsere Breiten angepasste Baumart… Aber jetzt sehen wir…, dass sie sehr stark von der Trockenheit betroffen ist… Die Dürre trifft den deutschen Wald im Herzen. Das Klima hat sich in einer Weise verschoben, dass es uns schwerfällt, damit umzugehen.“ (Endres 2019)


Im Vergleich zu den 1980er Jahren ist

  • „das Sterben … viel dramatischer. Betroffen sind viel größere Flächen – und nicht nur einzelne Baumarten, sondern viele.“ „Viele Bäume sterben, auch alte Exemplare, und an manchen Orten sterben ganze Baumbestände. Davor kann einem schon angst und bang werden. So eine Situation kannten wir bisher nicht.“ (ebd.)
Köckner: „Jetzt ist er in weiten Teilen am Sterben,
und kaum einer redet davon.“ Eine Analyse:
„Look up“ Gary Turk – 61 Mio views, Stand Juli 2019
https://youtu.be/Z7dLU6fk9QY

CDU-Bundesministerin Julia Klöckner erklärt im Juli 2019 in einem Moment ungewohnter Offenheit:

  • „In den Achtzigerjahren habe das Thema Waldsterben alle beschäftigt. ‚Jetzt ist er in weiten Teilen am Sterben, und kaum einer redet davon.'“ (n.n. 2019h)


Gewissermaßen ist leider auch von einem ‚Förstersterben‚ zu sprechen – es fehlt offensichtlich an Nachwuchs und finanziellen Mitteln. Warum der Harz so aussieht, wie er aussieht hat auch damit zu tun: „Es gab nicht genug Leute, um das Holz [der nach einem Sturm gefallenen Bäume] rechtzeitig aus den Wäldern zu holen“ – also bevor der Borkenkäfer zuschlagen konnte, sagt der schon zitierte Dohle im betreffenden Spiegel-Artikel (vgl. auch Endres 2019).


Auch interessant: In privaten Wäldern „ist die Lage jetzt besonders dramatisch“ (Endres 2019), weil hier vielfach im Unterschied zu öffentlichen Wäldern keine Investitionen unternommen wurden um die Monokultur der Nadelbäume aufzubrechen (vgl. ebd.).


Ich stelle fest: Was nicht dem “Wachstum‘ bzw. Shareholder-Value dient, fällt hinten rüber. Wälder, Bildung, Pflege, die nächste Generation, die Umwelt, das Klima… die Zukunft.

Es bedarf hier deutlicher Worte:

Ich schließe mich Rezo an, wenn er konstatiert, dass die CDU/CSU mit Stand 2019 in den letzten 36 Jahren 29 Jahre an der Macht war und somit maßgeblich unser Land geprägt hat – maßgeblich in einer zutiefst zerstörerischen Weise geprägt hat.

Denn egal, was unsere Merkel’sche Regierung vielleicht in der Vergangenheit in anderen Themenbereichen durchaus richtig gemacht hat: Sie hat wider besseres Wissens nicht mal ansatzweise zu verhindern versucht, dass wir nun auf den Abgrund zurasen.

>> vgl. Rezo (2019): „Die Zerstörung der CDU“. in: Youtube.de, 18.5.2019, Min 25f., online unter www.youtube.com/watch?v=4Y1lZQsyuSQ (Abrufdatum 24.6.2019), s. a. Aspekt ‚Der Realitätsschock‘ in Abschnitt ‚Intro‘.



Zwischengedanke von Ulrich Dohle zum Waldsterben der 1980er Jahre:

„‚Viele halten das [aufgrund des sog. sauren Regens] prognostizierte Waldsterben von damals noch immer für eine Spinnerei… Doch das stimmt nicht.‘ Vielmehr hätten politische Maßnahmen wie der verpflichtende Einbau von Katalysatoren die Katastrophe verhindern können.“ (Köppe 2019)

>> Ulrich Dohle ist Förster und Vorsitzende des Bundes Deutscher Forstleute (BDF).


Weitere Folgen von Extremwetterereignissen:

Die Klimaforscherin Friederike Otto vom „World Weather Attribution“-Team“stellt grundlegend fest:

  • „Das Wetter ist heute ein anderes, weil wir Menschen das Klima verändert haben.“ (2019, 12).
  • „Jedes Wettergeschehen – ein Hurrikan genauso wie ein leichter Sommerregen – findet heute unter anderen Umweltbedingungen statt als noch vor 250 Jahren.“ (ebd. 10-11). und:
  • „Inzwischen hat jeder Sturm mit dem Klimawandel zu tun.“ (ebd. 17) – mal mehr, mal weniger, aber der Einfluss ist prinzipiell immer vorhanden.


Mit mehr Energie im System „Erde“ steigt die Häufigkeiten von Extremwetterereignissen an, betreffend Temperaturen, Wind, Niederschlag und dauerhafte Wetterlagen inkl. Dürreperioden:

  • „Übereinstimmend wird eine hohe Verletzlichkeit der Hochspannungsnetze gegenüber Extremwetterereignissen, Stürmen und Schneelasten angenommen, welche in größeren Gebieten die Versorgungssicherheit beeinträchtigen kann. Auch können Hitzewellen zu einer verminderten Leistungsfähigkeit und zu Kapazitätsengpässen bei konventionellen Grundlastkraftwerken führen, da diese auf ein kontinuierliches Wasserangebot zur Kühlung angewiesen sind“ (Brasseur et al., 244).


Man denke dazu an die

  • wochenlange Nicht-Schiffbarkeit des Rheins wegen zu niedrigen Flussständen mit großen Auswirkungen auf die Wirtschaft, die von Zulieferungen abhängig ist und die
  • Zwangsabschaltungen bei Atomkraftwerken aufgrund zu hoher (Fluss-)Wassertemperaturen in Frankreich im Jahre 2018.


Dies spricht übrigens interessanterweise

  • gegen Großkraftwerke, wie sie für die Vergangenheit maßgeblich waren – und
  • für eine dezentrale, kleingliedrige Energieversorgung, wie sie strukturell erneuerbare Energie bietet.


Hitzeschäden:

Naomi Klein leitet ihr Grundlagenwerk Die Entscheidung. Kapitalismus vs. Klima mit dem Beispiel eines Flugzeugs ein, dessen Räder 2012 vor dem Abflug aus Washington 10 cm „in dem schwarzen Asphalt versunken [waren] wie in frischem Beton.“ (2015, 10)


Hitzeschäden auf Asphaltstraßen in Form von sog. Blow-Ups sind insbesondere für Motorradfahrer*innen lebensgefährlich – und sogar der Sonne ausgesetzte Bahnschienen können verbiegen [=Gleisverwerfung] – mit gleichfalls potenziell tödlichen Folgen.

  • Österreich testet nunmehr, Eisenbahnschienen weiß anzustreichen. Auch in der Schweiz und in Deutschland laufen derartige Versuche. (vgl. n.n. 2019i)


Zusammengefasst ist von einer größeren bzw. zunehmenden Vulnerabilität zu sprechen. Gemeint ist damit, dass die Verletzlichkeit der Systeme und damit die Versorgungssicherheit – in jeder Hinsicht – zunimmt.


Auch die Begriffe ‚Waldbrände‘, ‚Missernten‘ und ‚Meeresspiegel‘ müssen hier fallen.


Aufgrund von längeren trockenen Phasen, erkrankten Bäumen und natürlich höheren Temperaturen komm es vermehrt zu Waldbränden – auch in Deutschland:

  • Schon unterhalb von einem Grad Erwärmung dehnt sich demnach ‚mit hoher Konfidenz‘ [d.h. mit hoher (Forschungs-)Sicherheit] die Waldbrandsaison aus…“ (2019)

kommentiert dies Stefan Rahmstorf.


All die vorgenannten Faktoren haben neben dem Einfluss auf das Wohlbefinden des Menschen auch einen Impact auf die Landwirtschaft:

  • Mehr Starkwetterereignisse (inkl. Hagel, Starkniederschlagereignisse, Überflutungsgefahren) bedeuten mehr Ernteausfälle – Hitze bedeutet Hitzestress für das Vieh (insbesondere Rind).

  • Ökolandbau – also die Art von Landwirtschaft, zu der wir allein aufgrund der Bewahrung von fruchtbarem Boden wechseln müssen, wird „aufgrund der klimatisch schwierigen Bedingungen schwerer zu bewerkstelligen sein … oder sogar nicht mehr umzusetzen…

    • [S]omit [kann] das für Mensch, Böden, Trinkwasser und Biodiversität (inkl. bestäubender Insekten) wichtige Ziel, weniger Herbizide, Insektizide und Kunstdünger einzusetzen schlechter oder gar nicht erreicht werden…“ (Pendzich 2019, 19)

    • Und das bedeutet nicht weniger als, dass wir künftig weiterhin in nicht hinnehmbarer Weise fruchtbare Böden (Bodendegeneration) verlieren werden und somit potenziell unsere Versorgung mit Nahrung gefährden.)

Und schließlich geht es bei den konkreten Folgen für die derzeitige Entscheidergeneration (und deren Grundstücke in Küstennähe) auch um höhere Wasserpegel:

  • Über den zunehmend höheren Meeresspiegel ist zu sagen, dass die Norddeutsche Tiefebene „gleich zweifach von der Nordsee und der Ostsee von steigenden Meeresspiegeln bedroht ist“ (Pendzich 2019, 10).


Womit allenfalls zart angedeutet ist, dass der Klimaschutz als Anpassungsmaßnahme z.B. durch Küstenschutz oder Erosions-Anpassungsmaßnahmen in Gebirgen eine Menge Geld kostet:

  • „Die so investierten Gelder werden damit für andere Dinge wie z.B. für Soziales, Kulturelles oder sonstiges Infrastrukturelles nicht mehr zur Verfügung stehen.“ (Pendzich 2019, 10)


Es tritt hinzu:

Klimawandel gilt allgemein als „Risikoverstärker in komplexen Systemen“ (Brasseur et al. 2017, 287):

  • Er gilt als „Bedrohungsmultiplikator, der die Folgen durch komplexe Wirkungsketten in vernetzten Systemen verstärkt“ (ebd., 293);


Allgemein ist aus den vorherigen Ausführungen zu schließen, dass die Versorgungssicherheit, die so vielen Bundesbürger*innen derzeit hinsichtlich des Themas ‚Energie‘ Sorge bereitet, auch betreffend

  • die Ernährung und
  • lebenswichtige Medikamente für akut und chronisch Kranke,

schwieriger, mit mehr Aufwand als bisher und unter nur unter hohem finanziellen Einsatz zu gewährleisten sein wird.


Auch das ist Geld, das an anderer Stelle fehlen wird.

... mehr

Wer noch genauer wissen möchte, wie der Klimawandel konkret in Deutschland Einfluss nimmt/nehmen wird, kann hier meinen „Antrag auf Beiladung zur Greenpeace-Klimaklage“ vom Januar 2019 einsehen. Hier wird genau beschrieben, was auf einen in Hamburg wohnhafte Person des Jahrgangs 1971 und ihre/seine Kinder zukommt. Fazit: Auch als Bürger ohne ein wetterabhängiges Business sind wir alle persönlich, unmittelbar und ggf. existenziell von den Folgend der Klimakrise betroffen.

>> Pendzich, Marc (2019): „Antrag auf Beiladung zur Greenpeace-Klimaklage gegen die Bundesregierung


Abschlussgedanke zum Thema „Klimafolgen für die Entscheidergeneration in D“:

Die Renten, die sind sicher?


Dazu ist im 2017er „Wir sind dran“-Club-of-Rome-Bericht folgender Hinweis zu finden:

  • „Dass Umweltschäden nicht eingerechnet werden, heißt, dass sich der Druck auf jetzt schon knappe natürliche Ressourcen beschleunigt: Bäume werden gefällt, Gewässer verschmutzt, Feuchtgebiete trockengelegt und die Ausbeutung von Kohle, Öl und Gas forciert, wenn es dafür Käufer gibt. Und große Vermögen, etwa Pensionsfonds, sind gefangen in Fossilwerten, die man zunehmend als Hochrisiko einstufen muss.“ (Weizsäcker 2017, 34)

Zu ergänzen ist, dass bei sich auswachsender Klimakrise die Weltwirtschaft angesichts von drohenden (regionalen) Katastrophen, Ernteausfällen etc. pp. erwartbar in eher unruhige Fahrwasser geraten wird – was sicher auch die angeblich so sicheren Renten betreffen könnte.

Deutschland ist ‚Exportweltmeister‘ – das macht uns abhängig und könnte uns künftig auf die Füße fallen.

s.a. LebeLieberLangsam-Beitrag Kommen wir zur: Unbequemen Wahrheit. Hier geht es ebenfalls darum, dass es eine Illusion ist, zu glauben, wir Deutschen/Europäer*innen/Bewohner*innen und Rentner*innen der Industrieländer lebten auf einer „Insel der Seeligen“.



PS: Eine gut verständliche Zusammenfassung der globalen Wirkungen bei +1,5°, +2°, +3° und sogar +4° Celsius ist in der Süddeutschen Zeitung zu finden:

>> siehe dazu Ebitsch, Sabrina et al. (2019): „Anatomie einer Katastrophe“. in: Süddeutsche Zeitung, online unter: https://projekte.sueddeutsche.de/artikel/politik/was-die-klimakrise-wirklich-bedeutet-e946076/?utm_source=pocket-newtab (Abrufdatum 6.11.2019) (scrollen zum unteren Drittel ab „Was kommt also auf die Welt zu?“

Quellen des Abschnitts Die konkreten Folgen der Klimakrise in Deutschland für die derzeitige Entscheidergeneration

>> Baier, Tina (2019): „Klimakrise bedroht Gesundheit von Kindern weltweit“. in: Süddeutsche Zeitung, 14.11.2019, online unter https://www.sueddeutsche.de/wissen/klimawandel-gesundheit-allergien-1.4681233 (Abrufdatum 14.11.2019)

>> Brasseur, Guy et al. (Hg.) (2017): Klimawandel in Deutschland. Entwicklung, Folgen, Risiken und Perspektiven. Springer Open. Auch als kostenfreies E-Book verfügbar:      
https://play.google.com/books/reader?id=KNhCDwAAQBAJ&hl=de&pg=GBS.PA24 (Abrufdatum 19.12.2018)

>> Endres, Alexandra (2019): „Trockenheit: ‚Die Dürre trifft den deutschen Wald im Herzen'“. [Interview mit Forstwissenschaftler Jörg Ewald]. in: Die Zeit, 27.7.2019, online unter https://www.zeit.de/wirtschaft/2019-07/trockenheit-duerre-waelder-baeume-forstwissenschaft-joerg-ewald (Abrufdatum 27.7.2019)

>> Evers, Marco (2019): „‚Jeder kann etwas ändern‘: Hitzetote, Hungernde, Flutopfer – die Epidemiologin Sabrin Gabrysch warnt vor drastischen Auswirkungen der Erderwärmung. Aber noch könne die Menschheit umsteuern.“ in: Der Spiegel, Nr. 32/3.8.2019.

>> Klein, Naomi (2015): Die Entscheidung. Kapitalismus vs. Klima.

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>> Otto, Friederike (2019): Wütendes Wetter. Auf der Suche nach den Schuldigen für Hitzewellen Hochwasser und Stürme. Ullstein.

>> Pendzich, Marc (2019): „Antrag auf Beiladung zur Greenpeace-Klimaklage gegen die Bundesregierung.“ in: LebeLieberLangsam.de, online unter: https://blog.lebelieberlangsam.de/klage

>> Rahmstorf, Stefan (2019): „Klimakrise in Australien Schweigen im Angesicht des Feuers“. in: Der Spiegel, 14.11.2019, online unter https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/buschbraende-in-australien-klimawandel-dazu-sagen-wir-lieber-nichts-a-1296269.html (Abrufdatum 14.11.2019)

>> Schumann, Florian (2018): „Krankheitsüberträger: Die Zecken kommen“. in: Die Zeit, 15.9.2018, online unter https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2018-09/krankheitsuebertraeger-zecken-klimawandel-gesundheit (Abrufdatum 25.6.2019)

>> Weber, Nina (2019): „Internationaler Bericht Wie der Klimawandel krank macht“. in: Der Spiegel, 14.11.2019, online unter https://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/warum-der-klimawandel-risiko-und-chance-ist-fuer-die-gesundheit-a-1296247.html (Abrufdatum14.11.2019)

>> Weizsäcker, Ernst Ulrich von/Wijkman, Anders et al. (2017): Wir sind dran. Was wir ändern müssen, wenn wir bleiben wollen. Eine neue Aufklärung für eine volle Welt. Club of Rome: Der große Bericht. Gütersloh: Güterloher Verlagshaus.



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