Kipppunkte des Klimas: Eisschilde, Permafrost & Co


Erderwärmung:

Am Thermostat der Erde rumzuspielen ist Wahnsinn. Jedes 10tel Grad zählt:

Mit jedem 10tel Grad Temperaturanstieg wird die Auslösung von sog. Kipppunkten (Tipping Points) wahrscheinlicher. Sind solche „Points of no return“ überschritten, kommt es unumkehrbar zu sich selbst verstärkenden Prozessen (=Rückkopplungseffekten), die dann Dynamiken in Gang setzen, die unumkehrbar und nicht mehr beherrschbar sind, die wie Dominosteine einer nach dem anderen umkippen und den jeweils nächsten Dominostein mit sich reißen:

„Es ist jener Punkt, ab dem es kein Halten mehr gibt.“ (Langer 2019)

  • „Klimawandel ist keine Krankheit wie Diabetes, mit der man leben kann; er gleicht eher einem Tumor, den man entfernen muss, bevor er Metastasen [=Kipppunkte] bildet.“ (Foer 2019, 100)


Vorweg: Wir befinden uns zudem bereits jetzt mitten im sog. Sechsten Massenaussterben (Mass Extinction), dass eine Folge von Umwelt- und Naturzerstörung ist und durch die Klimakatastrophe und insbesondere durch das Auslösen der Kipppunkte dieses Massenaussterben weiter befördert und massiv verstärkt: „Artensterben und Klimawandel sind Zwillingskrisen“ (Baier 2019).

>> siehe auch Abschnitt Sechstes Massenaussterben.

Vor allem geht es um folgende wesentlichen Kipppunkte:

Quellen des Abschnitts

>> Baier, Tina (2019): „Artensterben und Klimawandel sind Zwillingskrisen“. in: Süddeutsche Zeitung, online https://www.sueddeutsche.de/wissen/klimawandel-artensterben-umweltschutz-1.4435719 (Abrufdatum 30.9.2019)

>> Foer, Jonathan Safran (2019): Wir sind das Klima! Wie wir unseren Planeten schon beim Frühstück retten können. Kiwi.

>> Langer, Fred (2019): „Der neue Ozean“. in: GEO [online], online unter https://geo.pageflow.io/der-neue-ozean-8082681d-70e6-417f-8041-6d18afe207d6#209233 (Abrufdatum 30.9.2019)


‚Ewiges‘ Eis / Meeresspiegelanstieg

Erwärmung/Schmelze zieht weltweiten Meeresspiegelanstieg nach sich:
Grönland = 7m | Westantarktis = 3,5m | Ostantarktis = 55m

  • „Selbst bei striktem Klimaschutz [erwarten die Experten bis zum Jahr 2100 einen Meeresspiegelanstieg] von 27 und 60 Zentimeter…“ (Rahmstorf/Schellnhuber 2018, 63)


Laut IPCC-Sonderbericht „Ozeane und Eis“, 9/2019:
+2°C = 50 cm Meeresspiegelanstieg bis 2100.

  • „Derzeit ist die Welt allerdings auf dem Weg zu einer Erwärmung um drei bis vier Grad. Dies würde einen Meeresspiegelanstieg von 84 Zentimetern [bis 2100] bedeuten.“ (Das hätte gewaltige Folgen für Küstenstadtbewohner*innen, siehe Kapitel „Klima-Geflüchtete“. (n.n. 2019)
… in einem Monat, nur&allein durch grönländischen Eisverlust.


Grönland Juli 2019 = 180 Milliarden Tonnen Eisverlust in einem Monat = 0,5 mm Meeresspiegelanstieg, weltweit. (vgl. Weiß 2019a)


Antarktis 2012 >> 2018 = Verdreifachung des Schmelzwassers.
Josef Zens vom Geoforschungszentrum Postdam dazu:

  • „3.800 Tonnen Eis gehen pro Sekunde verloren.“ – „Das sind ungefähr 150 Tanklaster … stellen Sie sich vor, Sie würden pro Sekunde 150 solcher Laster auf der Autobahn überholen.“ (Schadwinkel 2018)


Eis-Albedo-Rückkopplung: Weißes Schnee und bzw. weißes Eis reflektieren „einen hohen Anteil der einfallenden Strahlung zurück ins Weltall“ (Nelles/Serrer 2018, 52) – Bei Schmelze kommen vermehrt dunklere Flächen wie Wasser oder Gestein zum Tragen = geringere Reflektion >> mehr Eisschmelze >> selbstverstärkend.


Hinzu kommt, dass beim Schmelzen die Höhenlinie des Eises sinke – und somit gerät die Oberfläche des Eises in tiefere und somit wärmere Lagen – was das Schmelzen wiederum verstärkt (vgl. dazu die Temperatur-Erfahrung, wenn man von einem Berg ins Tal steigt.) (vgl. Weiß 2019a)


Meereis der Arktis, Flächenverlust:
1979 – 2016 = ca. -43%, Volumenverlust = -77% (Nelles/Serrer 2018, 51)

Arctic sea ice growing younger, thinner; Quelle: NOAAClimate, 31.12.2016, https://www.youtube.com/watch?v=c6jX9URzZWg (Abrufdatum 1.10.2019)
Die „arktische Todesspirale“ (Arctic death spiral) – große Version: https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Arctic-death-spiral.png – Man achte auch auf die deutliche Veränderung ab 2010.

Monthly averages from January 1979 – January 2014. Data source via the Polar Science Center (University of Washington). Data visualisation by Andy Lee Robinson.
CC by 3.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de
  • Meeresspiegelanstieg z.Zt. 3cm pro Jahrzehnt, immer stärkere Zunahme (vgl. Rahmstorf/Schellnhuber 2018, 77)

  • Meeresspiegelanstieg zurzeit fast 4mm pro Jahr, immer stärkere Zunahme (vgl. Weiß 2019b)

  • Meeresspiegelanstieg gegenüber vorindustrieller Zeit = 23 cm. Jährlicher Anstieg nimmt mehr und mehr zu (vgl. Nelles/Serrer 2018, 73)


>> siehe Interaktive Weltkarte zum Meeresspiegelanstieg:
http://flood.firetree.net/ (Abrufdatum 22.6.2019)

>> Hier das Beispiel aus obiger Website zur „Elbmündung u. Hamburg Meeresspiegel +1m“: http://flood.firetree.net/?ll=53.5439,10.1112&zoom=10&m=1 (Abrufdatum 22.6.2019)

Quellen des Abschnitts ‚Ewiges‘ Eis / Meeresspiegelanstieg

>> n.n. (2019): „Weltklimarat: Bei Erderwärmung um zwei Grad verlieren 280 Millionen Menschen ihre Heimat“. in: Der Stern, 24.9.2019, online unter https://www.stern.de/panorama/wissen/klimawandel–bei-erderwaermung-um-zwei-grad-verlieren-millionen-ihre-heimat-8920272.html (Abrufdatum 24.9.2019).

>> Nelles, David u. Serrer, Christian (2018): Kleine Gase – große Wirkung. Der Klimawandel. s.a. www.klimawandel-buch.de

>> Rahmstorf, Stefan u. Schellnhuber, Hans-Joachim (2018): Der Klimawandel. Diagnose, Prognose, Therapie. 8., vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage. München: Beck. 

>> Schadwinkel, Alina (2018): „Antarktis: Sie schmilzt“. in: Die Zeit, 13.6.2018, online unter https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2018-06/antarktis-klimawandel-eis-schmelze-gletscher-meeresspiegel (Abrufdatum: 11.11.2019)

>> Weiß, Marlene (2019a): „Klimakrise: Das Meer kommt“. in: Süddeutsche Zeitung, 2.8.2019, online unter https://www.sueddeutsche.de/wissen/wellen-meere-klimawandel-1.4548725 (Abrufdatum 4.9.2019)

>> Weiß, Marlene (2019b): „Erderwärmung: Klimarat warnt vor starkem Meeresspiegelanstieg“. [aus dem Sonderbericht des IPCC 9/2019]. in: Süddeutsche Zeitung, 25.9.2019, online unter https://www.sueddeutsche.de/wissen/klimawandel-meeresspiegel-arktis-ozeane-1.4615208 (Abrufdatum 25.9.2019)


Permafrost

= 1/5 der weltweiten Landmassen

Definition „Permafrost“:
Permafrost ist ein „Untergrund, welcher über mindestens zwei Jahre hinweg Temperaturen von 0° oder weniger aufweist“ (Nelles/Serrer 2018, 62).

Permafrostboden ist oft von einer dünnen Humusschicht bedeckt und ansonsten ein wilder Mix aus Erde, Pflanzenresten und gefrorenen Tierkadavern, besiedelt teilweise von Borrealem Wald, der nur existieren kann, wenn der Boden fest bleibt:

„drunken trees“ public domain, Foto von Jon Ranson (Abrufdatum 27.7.2019)
  • „Teilweise sinken bereits (jetzt) in ganzen Waldstücken die Bäume um, weil sie im aufgeweichten Boden keinen Halt mehr finden (‚betrunkene Bäume'[, siehe Foto]). (Rahmstorf/Schellnhuber 2018, 58)

  • Kommt der Boden ins Schwanken, brechen die Rohre: Pipelines, Straßen, Fundamente, Rollbahnen – es kommt bereits jetzt zu großen Infrastruktur-Schäden, die künftig stark zunehmen werden, sodass zukünftig ganze Regionen und Städte aufgeben werden müssen.

  • „Ganze Inselgruppen, die aus Permafrostboden bestanden, sind bereits ohne jede Spur in der Arktischen See verschwunden.“ (Langer 2019)


Taut der Boden vermehrt, dauerhaft und/oder in tieferen Lagen auf, beginnen zudem massive Zersetzungsprozesse:

  • „Organisches Material, Pflanzenreste vor allem, Jahrtausende im Permafrost tiefgekühlt, werden nun für Mikroorganismen zugänglich. Bakterien etwa können die aufgestaute Biomasse abbauen. Es kommen Stoffwechselprozesse in Gang, die Kohlendioxid [und insbesondere auch Methan] freisetzen.“ (Langer 2019)


Hier lagert und lauert die eigentliche CO₂-und-Methan-Zeitbombe, die hat eine vollkommen andere Potenz als sämtliche CO₂-Emissionen seit Beginn der Industrialisierung:

  • „Grob geschätzt ruht dort im Untergrund etwa doppelt so viel Kohlenstoff, wie in der Atmosphäre enthalten ist.“ (Charisius 2019).
  • Anderen „Schätzungen zufolge enthält der Permafrostboden der Arktis dreimal so viel Kohlenstoff wie wir derzeit in der Atmosphäre haben.“ (Seidler 2019)
  • „Am Grund des arktischen Ozeans lagern 50 Milliarden Tonnen gefrorenes Methan.“ Das entspricht einer Potenz von einem globalen Temperaturanstieg um zusätzliche 1,3 Grad. (Thelen 2019, 86)
Tipp: Min 5:20 – eine in den Permafrost gehauene Höhle zeigt,
wie der Boden zusammengesetzt ist.
www.youtube.com/watch?v=-4NW_jeom-E
Russland: Das Ende des Permafrosts | Weltspiegel-Beitrag =
gekürzte Version des Filmes Flimafluch und Klimaflucht
von Thomas Aders (2018), siehe ARD Mediathek
(siehe hier insbesondere Min 22ff wg einen heftiger
Krater-Erosion (Batagaika-Krater in Sibirien)
beim Tauen des Permafrostes)


Lange Jahre galt der Tipping Point „Permafrost“ als erst in der zweiten Hälfte des 21. Jahrhunderts relevant. Wie so oft müssen Klimaforscher sich hin zu noch dramatischeren Ergebnissen korrigieren: Die Süddeutsche Zeitung hält dazu im Juni 2019 fest:

  • Die UN hat den auftauenden Permafrost „als eines der gravierendsten Umweltprobleme der Menschheit identifiziert“. Und: „In der Arktis weicht der Permafrostboden derzeit mit ungeheurer Geschwindigkeit auf. Messungen zeigen, dass in einigen kanadischen Regionen der Boden bereits so stark abgetaut ist, wie Experten es eigentlich erst für das Jahr 2090 erwartet hatten“ (Charisius 2019).

Grafik:
Permafrostböden = 1/5 der globalen Landmasse:

Ausdehnung von Permafrost auf der Nordhalbkugel
Quelle: Flickr (2016): Permafrost extent in the Northern Hemisphere; ursprl. Hugo Ahlenius, UNEP/GRID-Arendal Lizenz: CC BY-NC-SA
  • „Wissenschaftler der finnischen Universität Oulu prognostizieren, dass bis 2050 3,6 Millionen Bewohner der Arktis von den Folgen des schwindenden Permafrostes betroffen sein werden, drei Viertel der derzeitigen Bevölkerung. 1200 Siedlungen stehen auf gefährdeten Böden, darunter Großstädte wie Jakutsk in Russland sowie 100 Flughäfen. 45 Prozent der arktischen Öl- und Gasinfrastruktur Russlands stehen auf Permafrostböden, die immer instabiler werden…“ (Thelen 2019, 87)


Diese Vorgänge rund um Eisschmelze und Permafrost sind auch nicht so weit weg, wie es sich anfühlt:

  • „Von Berlin bis zum nördlichen Polarkreis sind es lediglich rund 1500 Kilometer – die Arktis ist uns näher als Madrid: Wir sind sehr nah dran am Klimawandel.“ (Langer 2019)


Und noch ein Aspekt im Sinne von „Alles hängt mit allem zusammen“:

  • „In den Permafrostgebieten der Erde ist doppelt so viel Quecksilber gespeichert wie in allen anderen Böden und der Atmosphäre zusammen.“ (Götze 2018)


Schmilzt der Permafrost gelangt dieses Quecksilber (laut Spiegel: 800.000 Tausend Tonnen) ins Grundwasser und ins Meer – und von dort aus in die Nahrungskette: „Die zusätzliche Belastung durch den Metallaustrag aus den getauten Permafrostböden könnte gar dazu führen, dass es bedenklich und gefährlich wird, Fisch zu essen… Weltweit ernähren sich allein drei Milliarden Menschen hauptsächlich von Fisch“ (ebd. und vgl. unten Thema Ozeane) (Spiegel = Thelen 2019, 87)



>> Aktuelle Nachricht: Erderwärmung begünstigt Torfmoorfeuer in der Arktis und beeinflusst negativ den Permafrost, siehe:
Fischer, Lars (2019): „Mega-Feuer am Polarkreis: Der andere arktische Klima-Teufelskreis“. in: Spektrum.de, 9.7.2019, online unter: https://www.spektrum.de/news/der-andere-arktische-klima-teufelskreis/1658352?utm_source=zon&utm_medium=teaser&utm_content=feature&utm_campaign=ZON_KOOP (Abrufdatum 14.7.2019)

>> Aktuelle Nachricht: „Waldbrände so nah am Polarkreis beschleunigen laut Greenpeace Russland das Auftauen von Permafrostböden, die gigantische Mengen gefrorene Biomasse enthalten. Taue sie auf, setzen sie Treibhausgase in die Atmosphäre frei. Weil weniger Bäume vorhanden seien, könnten diese schlechter absorbiert werden, was wiederum zukünftige Waldbrände begünstige. Außerdem bedeckten Rußpartikel Eis- und Schneeflächen“.
> Quelle und Zitat: n.n. (2019): „Waldbrände in Sibirien: Drei Millionen Hektar Wald abgebrannt“. in: Die Zeit, 3.8.2019, online unter https://www.zeit.de/wissen/2019-08/waldbraende-sibirien-russland-flammen (Abrufdatum 4.8.2019).
(vgl. zu den durch Ruß schwarz werdenden Eisflächen etwas weiter oben Aspekt Eis-Albedo-Rückkopplung).

Quellen des Abschnitts Permafrost

>> Charisius, Hanno (2019): „Erderwärmung – Wie im Sommer 2090“. in: Süddeutsche Zeitung, 17.6. 2019, online unter: https://www.sueddeutsche.de/wissen/kanada-permafrost-klimawandel-co2-1.4489525 (Abrufdatum 20.6.2019)

>> Götze, Susanne (2019): „Klimawandel: Die Bombe im Eis“. in: Süddeutsche Zeitung, 23.3.2018, online unter https://www.sueddeutsche.de/wissen/klimawandel-quecksilber-permafrost-1.3913661 (Abrufdatum 24.7.2019)

>> Langer, Fred (2019): „Der neue Ozean“. in: GEO [online], online unter https://geo.pageflow.io/der-neue-ozean-8082681d-70e6-417f-8041-6d18afe207d6#209233 (Abrufdatum 30.9.2019)

>> Rahmstorf, Stefan u. Schellnhuber, Hans-Joachim (2018): Der Klimawandel. Diagnose, Prognose, Therapie. 8., vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage. München: Beck. 

>> Seidler, Christoph, (2019): „Mikroben und die Erderwärmung: Die wahren Herrscher der Welt.“ [Antje Boetius, Chefin des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven im Interview]. in: Der Spiegel, 25.6.2019, online unter https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/antje-boetius-meeresforscherin-ueber-mikroben-und-klimawandel-a-1274093.html (Abrufdatum 25.6.2019)

>> Thelen, Raphael (2019): „Bedrohung aus dem Eis“. in: Der Spiegel, Nr. 41/5.10.2019


Regenwälder

Photosynthese wandelt CO₂ in Sauerstoff (O₂) um

Bäume sind langjährige Kohlenstoff-Speicher (=das verbleibende ‚C‘)

Rodung gibt CO₂ direkt und sofort in die Atmosphäre

Plantagen-Pflanzen speichern viel weniger Kohlenstoff C – die Pflanzen sind meist saisonal und geben ihren gespeicherten Kohlenstoff C als CO₂ schnell wieder zurück in die Atmosphäre

Entwaldung = Vernichtung von Lebensräumen und Biodiversität = massiver Beitrag zum sog. Sechsten Massenaussterben.

  • „Im Juni [2019] verschwand [in Amazonien] jede Minute ein Waldgebiet von der Größe eines Fußballfeldes. Trotz des geltenden Soja-Moratoriums. Und trotz freiwilliger Selbstverpflichtungen der globalen Konsumgüterkonzerne wie Nestlé und Unilever“ (n.n. 2019).


Dazu ist im Herbst 2019 im Spiegel zu lesen:

  • „‚Unter Bolsonaro ist die Abholzung explodiert‘, sagt Tasso Azevedo von der Umweltschutzorganisation Observatorio do Clima. …“. Wenn das so weiter geht, „könnte der Amazonasurwald nach Ansicht von Experten bereits Ende dieses Jahrzehnts unwiederbringlich verloren sein. … [Man schätzt, ] dass der ‚Tipping Point‘, an dem sich der Urwald in Savanne verwandelt, erreicht ist, wenn 25 Prozent zerstört sind. Knapp 20 Prozent sind bereits vernichtet.

  • ‚Der Regenwald ist ein geschlossenes System‘, sagt [der von Bolsonaro entlassene Direktor des Raumfahrtinstituts INPE, das in Brasilien für die Satellitenüberwachung des Regenwaldes zuständig ist Ricardo] Galvão. ‚Er muss eine große Fläche bedecken, damit er existieren kann‘. Wenn der Wald zur Steppe wird, falle auch im dichtbesiedelten Südosten Brasiliens weniger Regen, so Galvão: ‚Wenn wir den Amazonas verlieren, gibt es [mangels Regen] auch keine Landwirtschaft mehr.'“ (Glüsing 2019)

Quellen des Abschnitts Regenwälder

>> Glüsing, Jens (2019): „Jair Bolsonaros Feldzug gegen die Wissenschaft: Zahlenkrieg um den Amazonas“. in: Der Spiegel, 29.9.2019, online unter https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/amazonas-jair-bolsonaros-feldzug-gegen-die-wissenschaft-a-1287486.html (Abrufdatum 1.10.2019)

>> n.n. (2019): „Amazonas: Konsum frisst Regenwälder“. in: Greenpeace Nachrichten 3/19, S. 12

s.a. auch Abschnitt Fleisch, Fisch & Ernährung.


Golfstrom

(korrekt: Nordatlantikstrom als Teil des Atlantic Meridonal Overturning Circulation AMOC)

  • ein sehr komplexes Naturphänomen, bei dem aber heute davon ausgegangen wird, dass der Atlantikstrom heute um 15% abgeschwächt ist (Rahmstorf in Ehring 2018).

  • Modellsimulationen zeigen, dass sich die AMOC durch den Anstieg der menschengemachten Treibhausgasemissionen bis zum Ende des 21. Jahrhunderts um 11 bis 34% abschwächen könnte (Nelles/Serrer 2018, 75).

  • Schwächt er sich ab oder würde er gar ausfallen, würde es im nördlichen Atlantikraum zu einer relativen (!) Abkühlungen kommen, aber: „Die Südhalbkugel würde sich dafür umso stärker erwärmen“ (Rahmstorf/Schellnhuber 2018, 67), weil ja die Wärmeenergie nicht mehr nach Norden transportiert wird, sondern vor Ort bliebe.

Quellen des Abschnitts Golfstrom

>> Ehring, Georg (2018): „Klimaforscher Stefan Rahmstorf: Golfstrom-Abschwächung begünstigt Hitzewellen“. in: Deutschlandfunk, 12.4.2018, online unter https://www.deutschlandfunk.de/klimaforscher-stefan-rahmstorf-golfstrom-abschwaechung.697.de.html?dram:article_id=415386 (Abrufdatum 28.11.2019)

>> Nelles, David u. Serrer, Christian (2018): Kleine Gase – große Wirkung. Der Klimawandel. s.a. www.klimawandel-buch.de

>> Rahmstorf, Stefan u. Schellnhuber, Hans-Joachim (2018): Der Klimawandel. Diagnose, Prognose, Therapie. 8., vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage. München: Beck. 


Ozeane: Erwärmung, Versauerung, Leben im Meer, Überfischung und Verschmutzung

Erwärmung:

  • Ozeane haben zwischen 1971 und 2010 „93% derjenigen Energie aufgenommen, die durch den menschengemachten [=anthropogenen] Klimawandel zusätzlich auf der Erde gehalten wurde.“ (Nelles/Serrer 2018, 68).

  • Meerestemperatur global seit Industrialisierung: +0,8° Celsius (vgl. Baier 2019)

  • Bis etwa 3000 Meter Tiefe haben sich die Ozeane bereits deutlich erwärmt. (ebd.)


Versauerung:

  • Die Ozeane fungieren bislang als „CO₂-Senke“ und speichern viel von den jährlichen CO₂-Emissionen („22%“ = Nelles/Serrer 2018, 68; „ungefähr 1/4“ = Latif 2014, 174).

  • Der Meteorologe und Klimaforscher Mojib Latif hält fest:

    „Seit Beginn der Industrialisierung haben die Ozeane fast die Hälfte des von den Menschen durch das Verbrennen der fossilen Brennstoffe in die Luft gepustete CO₂ geschluckt.“ (Latif 2014, 174)

    • Es gilt: Je mehr gesättigter (=saurer!) das Meer mit CO₂ ist, desto geringer das weitere CO₂-Speicher-Vermögen (vgl. ebd.).


  • „[D]er durchschnittliche pH-Wert der Meeresoberfläche [ist] von 8,2 auf 8,1 gesunken. Dieser winzige Schritt auf der logarithmischen pH-Skala entspricht einem Anstieg des Säuregehalts um 30 Prozent.“ (Baier 2019)

  • Leben im Meer = Sauerstoff zum Atmen für die Menschen

    • Dazu der Meteorologe und Klimaforscher Mojib Latif:

      „Kohlendioxid ist … nicht nur ein Klimakiller, sondern vor allem auch ein Umweltgift.“

      „Die Ozeanversauerung stellt schon für sich allein ein extrem großes Risiko für das gesamt Ökosystem im Meer dar.“

      „Eine zu starke Versauerung könnte dem Leben im Meer im wahrsten Sinne des Wortes den Garaus machen.“ (Latif 2014, 175, 177, 251)


    • Versauerung = niedrigerer PH-Wert = „Entkalker“ = dünnere Schalen/Skelette bei Muscheln, Schnecken, Krebse, Korallen etc. (en détail: Latif 2014, 175ff.)


    • Latif dazu:
      Die im Meer lebenden Organismen, die Photosynthese betreiben – vor allem pflanzliches/ bakterielles (Phyto-)Plankton, aber auch Korallen und allgemein Meerespflanzen -, produzieren 50% unseres globalen Sauerstoffgehalts (ebd. 288) – das bedeutet im Umkehrschluss, dass sie „genauso viel Kohlenstoff wie sämtliche Landpflanzen zusammen“ (ebd. 289) binden. „Die lebende Biomasse im Ozean beträgt allerdings nur etwa ein Zweihundertstel der in Landpflanzen enthaltenen Biomasse“ (ebd.) – Folglich sind die Organismen im Meer also wesentlich effizienter (Faktor 200).


    • Alles in allem:

      „Ohne die Meere geht auch biologisch betrachtet auf Land nicht viel, zumindest wenn es sich um sauerstoffbasiertes Leben handelt.“ (ebd. 290).

      Das ist sehr vornehm ausgedrückt für:

      Sterben die Meere, stirbt auch der Mensch (und, ja: die Tiere auch).

Überfischung:

  • „Nach Schätzungen der Welternährungsorganisation (FAO) sind heute insgesamt 660 bis 820 Millionen Menschen direkt oder indirekt von der Fischerei abhängig. Bis zu zwölf Prozent der Weltbevölkerung leben demnach von diesem Wirtschaftszweig.“ (Latif 2014, 292)

  • „Weltweit ernähren sich allein drei Milliarden Menschen hauptsächlich von Fisch“ (Götze 2019)

  • Aquakulturen = 66 Mio t : „Wildfang“ = 80 Mio t (Zahl der FAO 2012, zit. in Latif 2014, 293)

  • Aquakulturen sind: Massentierhaltung – und oft große Umweltverschmutzer: Fischmehl, starker Antibiotika-Einsatz (>>Antibiotika-Resistenzen), Fischfäkalien, Chemikalien (vgl. Latif 2014, 294)

  • Und: „[U]m einen Lachs mit einem Kilogramm Gewicht heranzuziehen, benötigen Farmbetreiber zwischen zwei bis vier Kilo Wildfisch als Futter.“ (ebd. 295)


Verschmutzung:

  • z.B. durch Öl, radioaktive Stoffe, (Mikro-)Plastik, Verklappungen, Kreuzfahrtschiff-Abfall…

  • „[W]enn die Ozeane zu Schmutzwasser und die Meeresökosysteme kippen würden[, würde]… [d]er Hunger auf der Erde … dramatisch zunehmen.“ (Latif 2014, 292-293)


Veränderung des Salzgehalts der Ozeane und Meere:

  • Auch der Salzgehalt verändert sich – z.B. aufgrund von tauendem (salzfreien) Eis. (vgl. n.n. 2019a)


Alle Faktoren setzen einzelnen und zusammen genommen Meeresbewohner unter Stress:

  • Massive Korallenbleichen sind eine Folge:

    „[Z]eitweise [waren im Jahr 2016] 93% der Riffe im Great Barrier Reef in Australien von der Korallenbleiche betroffen und in Flachwasserbereichen im Pazifik starben mehr als die Hälfte der Korallen von Februar bis Oktober 2016 ab“ (Nelles/Serrer 2018, 100)

    • Definition „Korallenbleiche“: Die auf den Korallen sitzenden Algen sterben ab.

      ‚“Die Algen geben den Korallen ihr bunt schillerndes Aussehen und dienen ihnen als Nahrungsquelle. Wenn die Wassertemperaturen wieder sinken, haben die Riffe die Möglichkeit, sich zu regenerieren. Wiederholte Bleichen aber… können der Studie zufolge die Korallen selbst abtöten – und zwar binnen Tagen oder Wochen und nicht wie bisher angenommen über Monate und Jahre.“ (n.n. 2019b). Demzufolge löst sich das Korallengerippe in Folge von Hitzewellen innerhalb kurzer Zeit regelrecht auf.

  • +2°C = Verlust von 99 % der Korallen. (Weiß 2019)

Quellen des Abschnitts Ozeane: Erwärmung, Versauerung, Leben im Meer, Überfischung und Verschmutzung

>> Baier, Tina (2019): „Ozean im Klimawandel: Krise unter Wasser“. in: Süddeutsche Zeitung, 24.9.2019, online unter: https://www.sueddeutsche.de/wissen/ozean-versauerung-ipcc-klimawandel-1.4613669 (Abrufdatum 24.9.2019)

>> Götze, Susanne (2019): „Klimawandel: Die Bombe im Eis“. in: Süddeutsche Zeitung, 23.3.2018, online unter https://www.sueddeutsche.de/wissen/klimawandel-quecksilber-permafrost-1.3913661 (Abrufdatum 24.7.2019)

>> Latif, Mojib (2014): Das Ende der Ozeane. Warum wir ohne die Meere nicht überleben können. Herder.

>>Nelles, David u. Serrer, Christian (2018): Kleine Gase – große Wirkung. Der Klimawandel. s.a. www.klimawandel-buch.de

>> n.n. (2019a): „Weltklimarat: Bei Erderwärmung um zwei Grad verlieren 280 Millionen Menschen ihre Heimat“. in: Der Stern, 24.9.2019, online unter https://www.stern.de/panorama/wissen/klimawandel–bei-erderwaermung-um-zwei-grad-verlieren-millionen-ihre-heimat-8920272.html (Abrufdatum 24.9.2019)

>> n.n. (2019b): „Klimawandel: Marine Hitzewellen töten Korallenriffe schneller als gedacht.“. in: Die Zeit, 9.8.2019, online unter https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2019-08/klimawandel-korallen-korallenriffe-hitze-oekosystem-meer (Abrufdatum 10.8.2019)

>> Weiß, Marlene (2019): „Klimawandel: Millionen Menschen könnten ihre Heimat verlieren“. in: Süddeutsche Zeitung, 20.9.2019, online unter: https://www.sueddeutsche.de/wissen/klimawandel-ozeane-ipcc-1.4609236 (Abrufdatum 24.9.2019)


Insekten- und Bienensterben

  • Im Oktober 2017 meldete die „Krefelder Studie“, dass die Biomasse von (Flug-)Insekten in deutschen Naturschutzgebieten in den letzten 27 Jahren, seit 1989 „um mehr als drei Viertel seit Beginn der Untersuchungen gesunken ist“ (Berger 2017). Das war dann nur kurzfristig „Tagesgespräch“ – das eigentlich erschreckende war m.E. gar nicht der vernichtende Befund, sondern die mangelnde Aufregung in der Bevölkerung.

    • See the Picture:
      Wenn dreiviertel der Belegschaft eines Unternehmens fehlen, wie viele Mitarbeiter*innen sind dann noch da? Gähnend leere Hallen – und funktionsfähig ist der Laden dann garantiert nicht mehr. In diesem Sinne:

      • „Etwa 80 Prozent aller wilden Pflanzen seien von Bestäubung durch Insekten abhängig, 60 Prozent aller Vögel seien auf Insekten als Nahrungsmittel angewiesen.“ (ebd.)

      • Nach Abwägung einer Reihe von Faktoren gehen die Forscher davon aus, dass davon auszugehen ist, dass die Intensivierung der Landwirtschaft hier hineinspielt.

      • „Der deutsche Bauernverband warnte hingegen vor einer übereilten Verurteilung der Landwirtschaft… [und verwies darauf, dass] ‚die Erfassung der Insekten ausschließlich in Schutzgebieten stattfand… [und es somit] noch dringenden Forschungsbedarf zum Umfang und den Ursachen des dargestellten Insektenrückgangs gibt'“ (ebd.).

      • Gewissheit wird man wohl erst haben, wenn sie alle, alle tot sind.

  • Weitere Studien zum Thema:

    • Do-it-yourself-Plausibilitäts-Studie: Sie sind ein Mensch mittleren Alters? Dann überlegen Sie mal, wie viele Insektenleichen Sie in früheren Jahren im Urlaub auf der Windschutzscheibe hatten – und wie wenige heute.


    • 2019er Übersichtsstudie des Sydney Institute of Agriculture:

      • „Weltweit geht der Bestand von mehr als 40 Prozent aller Insektenarten zurück. Schon in hundert Jahren könnten viele ausgestorben sein. Darunter sind vor allem Schmetterlinge, aber auch Hautflügler, zu denen Ameisen, Wespen und Bienen gehören.“ (Römer 2019)

      • Dazu im gleichen Artikel Tierökologe Johannes Steidle:

        „Ich bin geschockt. Zwar gab es Hinweise, dass das Insektensterben nicht nur auf Deutschland und Europa beschränkt ist. Aber dass es ein globales Problem ist, das überall in einem ähnlichen Umfang auftritt, hat mich erschreckt. Das war zumindest mir, und ich glaube auch meinen Kollegen, so nicht bekannt.“


    • US-Studie: In den letzten 21 Jahren gibt die Schmetterlingspopulation in Ohio um 33% zurück. (vgl. Merlot 2019)

      „Der Schmetterlingsschwund in Ohio sei damit größer als der weltweit geschätzte Wert von 35 Prozent in 40 Jahren.“ „Schmetterlinge dienten als wichtige Indikatoren, um feststellen, wie groß die Biodiversität in einem Ökosystem sei… Sie reagierten ähnlich auf Veränderungen der Umwelt wie viele andere Insekten. Somit sei die Studie ein weiterer Beleg für den Insektenschwund.“ (ebd.)

Glyphosat ist gemäß EU-Beschluss weiterhin zugelassen. []


Wie auch immer die genauen Prozente der verschiedenen Studien jeweils exakt aussehen: Wir haben uns klar zu machen, dass die Nahrungskette bzw. die Biodiversität auf dieser Welt einem engmaschigen Netz gleicht. Jedes Lebewesen – ob Tier, Pilz oder Pflanze -, das ausstirbt oder zahlenmäßig nicht mehr relevant vorhanden ist, repräsentiert eine durchgeschnittene Masche des Netzes. Es wird grobmaschiger, instabiler – und irgendwann reißt es an einigen und immer mehr Stellen und Lebewesen sterben vermehrt aus, weil ihre Nahrung/Lebensumgebung ausstirbt, was dazu führt, dass andere Pflanzen nicht mehr bestäubt werden oder andere Tiere keine Nahrung mehr finden… Dieses Netz trägt uns, einer Hängematte gleich – und wir sind: schwer.

Quellen des Abschnitts Insekten- und Bienensterben

>> Berger, Melanie (2017): „Studie Dramatischer Insektenschwund in Deutschland“. in: Der Tagesspiegel, 19.10.2017, online unter https://www.tagesspiegel.de/wissen/studie-dramatischer-insektenschwund-in-deutschland/20472776.html (Abrufdatum 6.7.2019)

>> Römer, Jörg (2019): „Insektensterben: ‚Wir müssen jetzt sofort handeln'“. in: Der Spiegel, 13.2.2019, online unter https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/insektensterben-wir-muessen-jetzt-sofort-handeln-a-1252867.html (Abrufdatum 11.7.2019)

>> Merlot, Julia (2019): „Größte Insektenstudie Nordamerikas: Ein Drittel der Schmetterlinge ist verschwunden“. in:
Der Spiegel, 10.7.2019, online unter https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/usa-ein-drittel-der-schmetterlinge-ist-verschwunden-a-1276652.html (Abrufdatum 11.7.2019)


Kipppunkte lösen Kipppunkte aus.

Alles ist mit allem verbunden.

  • Ein denkbares, sehr vereinfachtes Beispiel:

    Schmilzt der Permafrost, werden Unmengen CO₂ und Methan freigesetzt, die für weitere massive Erderwärmung sorgen, die dann aufgrund eines geänderten Wasserregimes den Regenwald verdorren lässt, womit dieser keinen Sauerstoff mehr produziert, seine Funktion als CO₂-Senke einbüßt und umgekehrt durch Waldbrände bzw. durch Verwesung von Biomasse massenhaft CO₂e freisetzt.

Zu bedenken ist außerdem, dass die Natur uns Erdenbewohnern zurzeit noch „hilft“.

Prof. Dr. Yadvinder Malhi, Ecosystem Sciences, Oxford dazu:

„Bislang verhält sich die Biosphäre quasi wie ein Freund – sie bremst den Klimawandel ab. Etwa 40% des Kohlendioxids, dass wir Menschen emittieren, wird von der Biosphäre absorbiert, wodurch der Klimawandel deutlich verlangsamt wird. Eine der großen Sorgen, die wir Wissenschaftler haben, ist die entscheidende Frage: ‚Wie lange wird die Biosphäre noch unser Freund sein?‘ – Es besteht die Gefahr, dass irgendwann in der Zukunft diese Bremse zu einem Gaspedal wird.“ (Aders 2018, ab Minute 30)

  • Dazu ist festzuhalten: Wir meißeln uns immer mehr die CO₂-Senken (=“CO₂-Speichergebiete“) weg: Regenwälder, allgemein Baumbestand, Moore, Weltmeere (s.o.),… []

Was passiert, wenn uns die Natur nicht länger „hilft“?

Quellen des Abschnitts Kipppunkte lösen Kipppunkte aus

>>Aders, Thomas (2018): „Klimafluch und Klimaflucht – Massenmigration – Die wahre Umweltkatastrophe“ [Prof. Dr. Yadvinder Malhi, Ecosystem Sciences, Oxford, im Gespräch], ARTE, 13.11.2018, online unter: https://www.dw.com/de/klimaflucht-die-wahre-umweltkatastrophe/av-48537071 (Abrufdatum 24.6.2019), ab Minute 30.



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